Geschichte

 

Die Braunschweiger (Panther) Cross Serie ist die älteste Radcross Serie in Deutschland. Die Traditionsveranstaltung fand ihren Ursprung im Winter 1981. Die Idee für diese Serie entstand durch eine Gruppe von Straßenfahrern die keine Lust hatten während des gesamten Winters auf der Straße zu fahren. Das Ausweichen in das Gelände führte zur Entwicklung dieser Rennserie. Die Fahrer stammten zum größten Teil aus dem Braunschweiger Radsportverein RV Panther von 1911. Zu diesen Fahrern gehörten auch Günter und Michael Berger, die damit die Geburt der Braunschweiger Cross Serie einläuteten.

Bei der ersten Veranstaltung in der Cyclocross Saison 1981/1982 waren in allen Klassen 25 Teilnehmer am Start. Von Beginn an bestand die Panther Cross aus drei einzelnen Läufen. Die Strecken waren dabei immer an den gleichen Standorten, natürlich wurden die Strecken über die Jahre des Öfteren leicht geändert, ob durch Witterungsbedingungen wie Schnee und Eis oder durch Baumfällarbeiten. In all den Jahren ist aber noch nie ein einziger Lauf ausgefallen oder wurde abgesagt.

Die ersten 30 Jahre begann die Serie immer in Braunschweig Ortsteil Harxbüttel. Der Kurs  in Harxbütel ist bekannt für seine vielen Sandpassagen. Der Rest des Kurses ist auf Wald- & Wiesenwegen und auch für Straßenfahrer ein idealer Kurs. Natürlich muss man aber einige Male pro Runde vom Rad absteigen. Harxbüttel liegt ungefähr 1000 Meter vom Heimatort der Familie Berger und ist sozusagen der Heimkurs.

Als zweites Rennen entstand der technisch schwierige und schnelle Kurs in Braunschweig Lehndorf. Durch ehemalige Bombentrichter und Tonkuhlen führt der Kurs um zahllose Bäume und nach zahlreichen Regenfällen entwickelt sich der Kurs in Lehndorf zu einer einzigen Schlammschlacht. Durch den Mix von Lehmboden und extrem vielem Laub, liegen an diesem Ort schon zahlreiche Schaltwerke begraben.Das hat auch dazu geführt, dass das Rennen in Lehndorf seit 2011 als erstes Rennen ausgefahren wird, um damit der schelchten Jahreszeit aus dem Weg zu gehen.

Der Kurs in Lehndorf  gehört zum Lieblingskurs der Familie Berger und sie konnten auf dieser Strecke schon insgesamt 23 Siege einfahren. Seit 1999 wird der Michael Berger Gedenk Cup in Lehndorf in der Elite Klasse ausgefahren. Dieser Pokal dient zum Gedenken an den 1994 im Alter von 30 Jahren verstorbenen. Bei diesem Pokal handelt es sich um einen Wanderpokal, der entweder nach 2 Siegen hintereinander oder bei insgesamt drei Siegen außer der Reihe gewonnen werden kann. Dazu zählt nur das Rennen in Lehndorf. Erster Sieger dieses Wanderpokals war der jüngere Bruder Michaels im Jahr 2000, nachdem er auch 1999 gewonnen hatte, durfte Sascha Berger den 1. Wanderpokal sein eigen nennen. In der Folgezeit ist es bisher nur einem weiteren Fahrer, Fabian Brzezinski, gelungen, diesen Pokal zu gewinnen.

Der dritte und abschließende Lauf findet meistens kurz vor Weihnachten in Didderse am Galgenberg statt. Didderse liegt im Landkreis Gifhorn und ist ein sehr kleines Dorf. Es liegt nur knapp 4km vom Heimatort der Bergers entfernt. Am Galgenberg sind einige steile Anstiege mit ebenso schwierigen Abfahrten und viele hakelige und enge Singletrails. Besonders bei Eis und Schnee eine echte Herausforderung. Kondition ist auf diesem Kurs das A und O. Bei diesem Lauf findet traditionell die Siegerehrung der Gesamtwertung statt. Mit Glühwein und Punsch und selbstgebackenem Kuchen herrscht eine schöne Atmosphäre und die Teilnehmer von 2 Läufen erhalten zudem einen Weihnachtsmann.

Zu Beginn der Serie bestand das Helferteam aus einigen Mitgliedern des RV Panther Braunschweig. In den letzten Jahren der Durchführung durch den  RV Panther Braunschweig halfen beim Auf- & Abbau der Strecke und dem Tagesablauf nur noch der harte Kern. Ganz besonderen Dank gilt an dieser Stelle dem langjährigen 2. Vorsitzenden Reinhard Ecke der alle 30 Jahre mitgewirkt hat. Ebenso treue Helfer waren Werner Thiele, Siegfried Ecke Sen., Günter De Sombre, Heribert Dinnebier uvm. Natürlich Familie Berger mit dem gesamten Anhang und die vielen Freunde und Helfer aus Hannover und Umgebung.

Seit 2012 wird die Serie durch den RSV Braunschweig 1923 ausgerichtet.

 

In all den Jahren fanden viele Größen des Deutschen Crosssports den Weg nach Braunschweig. Nicht immer um die gesamte Serie zu absolvieren, aber um den einen oder anderen Lauf als Training zu bestreiten. Unter anderem waren die ehemaligen Deutschen Meister in der Elite Malte Urban, Franz – Josef Nieberding, René Birkenfeld und Johannes Sickmüller am Start, in der Frauenklasse die ehemalige Welt – und Rekord Deutsche Meisterin Hanka Kupfernagel, sowie Jessica Walsleben (Lambracht). Etliche Top Fahrer aus ganz Deutschland wie Michael Stenzel, Sven Kuschla, Thomas und Sebastian Hannöver, Fabian Brzezinski, Roman Jördens, Stefan Danowski , Serge Herz uva. fanden den Weg zu unserer kleinen Rennserie.

Wir danken allen Helfern und Fahrern und hoffen noch auf viele weitere Jahre.

 

Familie Berger